Montag, der 13.

Der Tag startet mot einem typischen Bild: Sonnenschein und Regenwolken liefern uns einen traumhaft schönen Regenbogen!

Nach dem Morgenregen

Es regnet mindestens 10x am Tag. Mal heftig wie unter einer Dusche mit gutem Wasserdruck, mal weniger. Auf jeden Fall nie länger als 15 Minuten und natürlich bei angenehm warmen Temperaturen. Aufpassen müssen wir auf die Fenster: Wenn wir alle schließen wird das Boot zum Backofen bzw. türkischem Bad. Wenn wir sie nicht schnell genug schließen ist alles binnen Sekunden durchnässt.

Um 08.00h holen wir Helga von der Sri Mangalam ab. Helga und Frank kennen wir aus Kiel vom Losfahrertreffen des Trans Ocean Clubs und hatten später einen tollen Abend in La Graciosa, Lanzarote. Heute ist der Anlass nicht so toll: Caros Zehennagel hat sich entzündet und schmerzt sehr. Kurz vor der Heim-OP mit dem neuen Leatherman trafen wir Helga und Frank, die uns von Dr. Ackie erzählten. Die beiden haben auch echte Abenteuer erlebt und dabei nicht nur Dr. Ackie sondern auch das lokale Krankenhaus kennengelernt. Ihre wirklich spannende Geschichte findet ihr hier: Sri Mangalam https://saimangalam.de/

Dr. Ackie war sympatisch aber gnadenlos. Caro war swhr tapfer, als er aus meinwr Sicht unbeteubt mit einer Schere in ihrem Nagelbett herumfurwerkte. Mir ist allein bei dem Gedanken daran wieder ganz schlecht.

Danach Geld holen, Antibiotika aus der Apotheke besorgen, zum Supermarkt (ca. doppelter Preis wie in D), dann mit lokal Minibus zurück zum Boot. Um 13h haben wir so ziemlich alles geschafft, ich mache ein paar Spagetthi und bin so müde, dass ich mir einen Mittagsschlaf gönne. Der Vormittag war anstrengend aber solche Aktionen sind auch zu hause kein Spaß.

Am Nachmittag bringen Enno und ich Peter zur Haupstraße, wo er mit seinem Riesenrucksack in den überfüllten Ragamuffin-Minibus steigt. Wir machen einen Spaziergang und versuchen eine lokale Sim-Card für das Telefon aufzutreiben.

Abschiedsbild mit Peter

Auch das ist gelungen und kurz nach Sonnenuntergang sind wir wieder auf dem Boot. Um 18h ist es dunkel und wir sortieren uns neu: Ohne Peter und ohne befreundete Nachbarboote, nur die #CELM Crew an einem Abend in St. Vincent.

3 Antworten auf „Montag, der 13.“

  1. Liebe Caro, lieber Martin, lieber Lennard, lieber Enno,
    ich bin sehr froh, wieder Euren Blog lesen zu können.
    Dabei erwarte ich ja keine Abenteuergeschichten, sondern findet es spannend was ihr erlebt, wen ihr trefft und wie sich Eure Mentalität in Richtung „entspannter Segelturn“ bewegt.

    Ich hoffe, sehr, liebe Carola, dass der Arzt kein Dr. Eisenbart war und der Zeh geheilt ist?
    Landschaft und Meer samt Bewohnern sind ja jetzt „echt karibisch“! Ich freue mich auch darüber, dass ihr jetzt alle vier schreiben werdet.

    Sehr liebe Grüße von Vater Opa Peter

  2. Nachgereicht❣️

    Nun ist es schon eine ganze Weile her das ich mit euch in der Karibik unterwegs war.
    Eingebettet in eine längere Reise von mir, wart ihr keinesfalls eine Zwischenstation sondern mit ein Höhepunkt darin.
    Inzwischen bin ich, nach 3 Wochen im Job, wieder einigermaßen in meiner „alten“ Welt angekommen.

    Die Eindrücke wirken immer noch sehr nach und ziehen ihre Spuren.
    Es wird wohl noch etwas dauern bis ich alles sortiert und eingeordnet habe.

    Die Ankunft am späten Abend des 30.12.2019 in Fort France auf Martinique war schon sehr speziell und beeindruckend.
    Die Fahrt vom Flughafen an den Hafen, mitten hinein in eine Party mit Feuerwerk, Bands, Musik, riesige Ansammlungen von feiernden Menschen, die sich vom Park bis ans Ufer auf die in der Bucht liegenden Schiffe ausbreitete.
    Eine Silvesterparty, einen Tag vor Silvester!
    Da wart ihr auch schon in einem kleines Beiboot das sich dem Ufer näherte, zwischen all den Menschen und Lichtern, die ihr mich freudig winkend aufnahmt..

    Nach einem Willkommenstrunk auf dem „Partywasser“, ging es am nächsten Morgen weiter in die „Schildkrötenbucht“. Das ist nicht der Name der Bucht, aber der den ich ihr geben habe und meine Erinnerungen damit verbinde.
    Wir tauchten nach Schildkröten, erkundeten die Küste und bereiteten uns auf den offiziellen Silvesterabend vor….

    Nun könnte ich meine Eindrücke und Gedanken für die weiteren 2 Wochen die ich mit euch verbringen durfte so weitererzählen, denn die Erinnerungen auch anhand der Bilder sind noch so nah.

    Um es nicht ausufern zu lassen, nun kürzer in Stichworten.

    Sylvester Party, Neujahrsnachtbaden, Yoga am Strand (mit der Nase im Sand), Einkaufen, Plattform reparieren, Sonnenuntergänge, Jazzabend,
    Kochen, Frühstückskaffee, Rumpunsch trinken, Hund suchen, Lagerfeuer am Strand, Wanderungen, schnorcheln, Essen zubereiten, Abspülen, Eindeklarieren,
    Marinaduschen, Wasserfallbaden und auch die spannende Fahrt dorthin, Regenbögen, Jack Sparrow, Angelschnurtauchen, Bergbesteigungen, Fischessen, Botanischer Garten, KFC, Activiti spielen, …..und natürlich die vielen schönen Momente, Begegnungen und Gespräche.

    Natürlich gab aber auch bei jedem weniger gut gelaunte Momente, die dazugehören 😃
    Ein so konzentriertes Familienleben hat man zuhause nicht, hier gestaltet sich die Verantwortung und das Zusammenleben das man auch zuhause hat, oft sehr herausfordernd.
    Später werdet ihr alle in der Familie, nicht nur die Schönheiten sondern auch auf die Widrigkeiten zurückblicken und sie zusammen für ein unverzichtbares nährendes, prägendes Erlebnis halten.

    Wichtig ist, gelassen zu sein und zu bleiben, um Unvorhergesehenes annehmen zu können und nicht das Schöne dabei zu vergessen, sondern es zu genießen.

    Danke liebe Freunde für die reichhaltigen Erlebnisse mit Euch und viel Glück 🍀 auf Eurer weiteren Reise.
    Ich bin immer wieder sehr gerne Gast bei Euch,

    Peter Pepper

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