Iles de Saintes, Guadeloupe

Über unserem derzeitigen Yogastrand lebt eine Pelikanfamilie. Es ist ein unglaublich schöner Anblick, sie fischen zu sehen. Sie stürzen sich aus großer Höhe ins Wasser, um gleich wieder aufzusteigen, paarweise am Himmel zu kreisen und sich wieder und wieder hinabzustürzen.

Wir besuchen zusammen mit Joshua (Gast auf Wildest Dream) das Fort Napoleon, in dem ein kleines historisches Museum untergebracht ist. Die Geschichte der Ureinwohner und der Sklaverei ist sicher unterrepräsentiert und wie immer davon abhängig, wer sie schreibt.
Abends trinken wir noch auf einer superkleinen unbewohnten Insel den Sundowner und planen die Überfahrt aufs Festland.

Rodney Bay III und Le Marin

Da sind wir wieder, Rodney Bay in St. Lucia! Hier sind wir am 13.12.2019 nach den 23 Tagen Überfahrt gelandet. Wir liegen in der großen Bucht, diesmal ohne Regen und auch die nächtlichen 30kn Wind lassen uns inzwischen entspannt. Wir wissen, dass der Anker hält, der Boden ist sandig und es gibt reichlich Platz zum nächsten Boot. Warum also nervös werden? Hier haben wir auch unser 2. Dingi gekauft, was uns sehr ans Herz gewachsen ist. Das Boot ist riesig, 3,60m lang und hat einen 2. Boden, d.h. über dem V-förmigen unteren GfK- Boden ist ein 2., der waagerecht ist. Das bringt viel Bequemlichkeit mit sich, mehr als ich vorher gedacht hätte. In der Dusche hatte ich ein Dejavu: Ich weiß noch, wie wir uns nach der Überfahrt auf eine Dusche gefreut hatten, 23 Tage ohn richtige Dusche… . Während ich also unter dem eher kläglichen Wasserstrahl stand fragte ich mich, wann ich denn das letzte Mal geduscht hatte. Nach einigem Überlegen kam ich drauf, es war genau hier! Am Tag des Dingikaufs. Uns das war am 6.1.! Und das ist 36 Tage her! Wow, es ist unglaublich, wie anders sich das anfühlt. Wir haben uns an ein Leben ohne Dusche gewöhnt und das jetzt war jetzt zwar ganz nett aber hatte bei weitem nicht den Erlebniswert, wie nach den 23 Tagen der Überfahrt. Nicht das ihr denkt wir waschen uns nicht. Wir baden jeden Tag im Meer und es gibt ja auch noch Waschlappen und wir duschen uns mit Süßwasser ab. Viel mehr gefehlt haben uns om dem Grenadinen  die mangelnden Einkaufsmöglichkeiten. Es gibt sehr wenig zu kaufen und was es gibt, ist sehr teuer. Entsprechende Wertschätzung hat erfahren, was wir noch an Bord hatten. So wurde aus einer Tüte Karamelbonbons, die wir in der Notfalltasche hatten ein großer Schatz, der abendlich zugeteilt wurde und der kreativ verfeinert wurde. Ein Brocken Sahnekaramell bietet die Basis für 4 Tofifee-ähnliche Pralinen, wenn man ihn in Streifen schneidet und mit einer Mandel sowie etwas Salz garniert. Köstlich!

Inzwischen ist der 22.2. und wir sind schon wieder einige Schritte und Inseln weiter. Von St. Lucia brachen wir mit gemischten Gefühlen in Richtung Le Marin auf Martinique auf. Hier hatten wir ziemlich unangenehme Erfahrungen beim ersten Besuch gesammelt, der Ort ist einfach nicht schön und auch die Einkaufsmöglichkeiten erschienen uns lange nicht so gut wie oft berichtet.

Aber auch hier hat sich unsere Wahrnehmung geändert! Inzwischen schocken uns die vielen Wracks nicht mehr und wir wissen einigermaßen genau, wo wir gut ankern können. Der viele Regen, gerade beim Einlaufen und Ankern nervt zwar aber auch das haben wir dieses Mal gut abgepasst. Der Leaders Price, eine Art französischer Lidl ist ein Schlaraffenland verglichen mit all dem, was wir auf den anderen Inseln gefunden hatten und für nur 560 EUR verwandeln wir unser Boot wieder in ein schwimmendes Delikatess-Restaurant. Um den Schaden am Rigg reparieren zu lassen, gehen wir für 3 Tage in die Marina, was uns allen gut tut. Marina bedeutet Unabhängigkeit, jede(r) kann allein und wann immer er/sie möchte das Boot verlassen, zur Dusche gehen, einkaufen gehen, was auch immer. Das hatten wir ca. 6 Wochen nicht und das tut gut. Selbst die Restaurants kommen uns nach den Erfahrungen in St. Vincent und den Grenadinen nicht mehr teuer vor und dafür gibt es vernünftiges Essen! Also genießen wir das, was uns vormals unangemessen erschien und finden Le Marin gar nicht mehr so schlimm 😊. Die Arbeiten am Rigg klappen gut, es gibt die benötigten Ersatzteile und kompetente Leute für deren Installation. Dass wir die Rolle im Mast für das Fall des Drachensegels nicht ersetzt bekommen, der Motor der Badeplattform nicht repariert werden kann, Lennards Duschpumpe defekt bleibt und der Edelstahlschweißer, der den Hydrogenerator reparieren sollte pleite gemacht hat, nehmen wir gelassen hin. Keiner hat wirklich damit gerechnet, dass wir diese Dauerbrenner gelöst bekommen. Wir leben schon lange damit und haben uns damit arrangiert. Und irgendwelche Probleme müssen wir uns ja auch für kommende Marinas aufheben. Was mich allerdings schmerzt ist, dass wir nach dem dringend erforderlichen Süßwasserwaschen des Drachensegels ein weiteres Loch entdeckt haben. Ich will nicht ausschließen, dass dieses bei der Waschaktion selbst entstanden ist aber darüber nachdenken und sich ärgern hilft auch nicht weiter. Wir werden eh nicht mehr viel Rückenwind haben und damit ist entschieden, dass wir das Segel nicht mehr aus dem Sack holen. Vielleicht schicken wir es ja sogar vorab nach Deutschland, um es dort reparieren zu lassen und an den nächsten Atlantiküberquerer zu verkaufen.

Ich glaube unsere Versöhnung mit Le Marin zeugt auch für unsere insgesamt entspanntere Stimmung. Das erste Mal Le Marin war frisch nach der Überfahrt und wir wahren noch voll der Anspannung. Alles war anstrengend, alles war wichtig, ernst und mühsam. Heute ist nicht mehr alles so wichtig und wir bemühen uns, entspanntere Zeitpläne aufzustellen und Zeit für Genuss zu behalten.

Die Weiterfahrt war dann doch recht sportlich getacktet, obwohl es schon der entspannte Zeitplan war. Wir fuhren morgens in der Marina los wobei uns starker Seitenwind mit dem Heck in die Mooringleine des Nachbarns trieb. Lennard assistierte im Dingi und drückte mit dessen Nase seitlich gegen unser Heck bis wir wieder unser Ruderblatt wieder leinenfrei hatten. Vielleicht nicht die eleganteste Methode aber sie hat funktioniert und es hat nichts weiter Schaden genommen. Den Dingi Motor haben wir dann frei in der engen Bucht treibend wieder an Bord genommen und das Dingi selbst mit zwei Leinen hinten am Boot befestigt. Ich hatte dann die tolle Idee, schon in der Bucht Segel zu setzen. Zum einen, weil wir es nun doch eilig hatten, zum anderen, weil in der Bucht keine Wellen warten. Binnen 5 Minuten war die ganze Mannschaft wach… . Erst in den Wind, um das Großsegel zu setzen. Kaum war das draußen stellte ich fest, dass ich es auch mit Motor nicht schaffe abzufallen und wir recht schnell in Richtung Sandbank fahren. Also sofort die Genua raus, jetzt aber ganz schnell. Dann Großsegel auffieren und nun gelingt es, abzufallen. Allerdings müssen wir jetzt auch gleich Halsen also sofort das Großsegel wieder dichtholen, Halsen und zwischen den Kitesurfern durch in der Fahrrinne bleiben. Auch hier ist nichts passiert, alles hat geklappt aber aus der geplanten entspannten Abfahrt im lockeren Zeitplan wurde doch eine hektische Aktion mit einem aufgeregt rumschreienden Skipper. Also fürs Logbuch: Wenn wir noch einmal nach Le Marin kommen, nicht in der Bucht die Segel setzen!

Nun aber zum schönen Teil: Der Grund für unseren Zeitdruck war ein älteres französisches Ehepaar, was in Anse de Arlet auf uns wartete. Und zwar mit einem Kite, den sie vor ca. 2 Wochen in leboncoin.fr inseriert und für uns aufgehoben hatten. Die beiden waren dann auch 5 Minuten nach unserer Ankunft da, brachten uns einen aus unserer Sicht neuwertigen Kite zum Strand, wo Enno und ich unser fachkundiges Auge darauf werfen konnten. Naja, wir haben ja keine Ahnung aber das Ding sah gut aus, schien wenig gebraucht und die beiden machten einen vertrauenswürdigen Eindruck. Und eine Alternative hatten wir auch nicht, also das Teil muss gut sein! So, jetzt haben wir also einen Kite und auch wenn heute der Wind eingeschlafen ist, werden wir zumindest das Board als Wakeboard einweihen! Es ist schade, dass Peter nicht diesen entspannteren Teil der Reise mit uns teilen konnte und gemeinsam mit uns das neue Prachtstück einweihen kann aber wer weiß, vielleicht ergibt sich ja noch eine Gelegenheit!

Im Norden Martiniques trafen wir dann Vesna (Australien) und Otoka (Canada) wieder, mit denen wir und vor allem die Kinder viel Zeit in Lanzarote verbracht hatten. Vesna hat zwei Jungs, die 13 und 16 sind, weshalb Enno und Lennard sehr darauf gedrängt hatten, das Boot wieder zu treffen. Gestern sind wir dann gemeinsam in einem ziemlich sportlichen Ritt von Martinique nach „Isle de Saints“ kurz vor Guadeloupe übergesetzt. Um 05.30h haben wir noch im Dunkeln den Anker gehoben, um dann mit Motor, Segel und meistens sogar Motor+Segel Strecke zu machen. Es fühlt sich schon etwas komisch an, wenn man bei 12kn Wind noch den Motor dazuschaltet, weil man mindestens 6kn fahren will aber es macht einfach einen großen Unterschied, ob man im Dunkeln in einer fremden Bucht ankert oder eben vor Sonnenuntergang. Die kleine Flottille bestehend aus Vesna, Otoka, Hope (Australien) und Avanti (Holland) war da auch sehr einig und so rasten wir an Domenika vorbei in Richtung Guadeloupe. Als ich heute morgen aus dem Cockpit schaute sah ich dann auch noch Wildest Dreams neben uns, die einen Tag nach uns in Le Marin gestartet sind und die ganze Strecke in einem Ritt hinter sich brachten, um heute morgen um 03.00h hier zu ankern. So ist also die Lanzarote-Crew wieder komplett und vor allem die Kinder freuen sich über diese Ansammlung von immerhin 10 Kindern zwischen 10 und 16 Jahren.

Auf Guadeloupe wollen wir dann auch ein paar Tage bleiben: Wandern, Carneval feiern, Tauchen und natürlich den neuen Kite testen! Oder besser gesagt uns am neuen Kite testen 😊.

Martinique – Guadeloupe

Ein Schreibanlass ist gerade nicht so gegeben, da wir das 3. Mal in le Marin sind und das Programm immer ähnlich ist: Proviantierung, Boot reparieren und putzen.

Die Idee ist morgen wieder aufzubrechen, in Grand d’Arlet noch einen gebrauchten Kite zu kaufen und dann ab ins Karnevalvergnügen. An dieser Stelle ganz liebe Grüße nach Köln und hoffen auf diverse Kostümbilder?


Im Norden von Martinique, in der Bucht von Saint Pierre treffen wir auf ‚alte‘ Bekannte. 4 Boote, darunter das australische Boot Vesna mit Freunden von Lennard und Enno. Die Bucht ist voller Schiffswracks, die 1902 durch die Hitzewolke des ausbrechenden Vulkan Feuer gefangen haben und gesunken sind. Den Abend verbringen die Erwachsenen in einem netten Lokal am Strand, die 7 Jugendlichen werden alle gemeinsam auf einem Boot liebevoll von Julia verköstigt und spielen bis in die Nacht.
Der Tag danach beginnt um 5.30 Uhr. Es ist noch dunkel und wir lichten bereits den Anker. Ziel ist, möglichst noch in der Abenddämmerung in Guadeloupe, anzukommen.

Terre-de-Haute, Guadeloupe

Kulinarische Träume

Hier auf St. Vincent liegen wir in der kleinen Mount Wynn Bay. Yoga am Strand ist sehr anspruchsvoll. Es wächst hier nämlich ein Baum, der extreme Hautreaktionen hervorruft. Der Machineel Tree sondert ein ätherisches Öl ab, welches dann durch Regen und Wind verteilt wird. Verdammt ichy.
Wir erstehen am Morgen von einem Fischer einen wunderbaren Tuna. Er hat ihn gerade gefangen! Er nimmt ihn netterweise aus und filetiert ihn für uns. Ich bastelte an Sashimi, Nigiri und Maki, abends gibt es dann Tunasteaks.

Nach dem Essen gehen wir auf Landgang und wollen eine nahegelegene Palmenplantage erkunden. Auf der Straße befürchtet Lenni, dass bei dem Fahrstil einer von uns dran glauben muss; jedenfalls hüpfe ich bei jedem Auto ins seitliche Gras. Beim Abbiegen auf die Einfahrt hält ein besorgter Einheimischer an und warnt uns vor besagtem Machineel Tree. Wir gehen trotzdem weiter, doch die Straße endet bei einem verlassenen Haus bewohnt von Fledermäusen und Riesenflugameisen. Wir machen kehrt und geben unser Unterfangen auf, mittlerweile ist mein rechter Flipflop mit Kuhscheiße garniert.

Heute geht es nach St Lucia. Ich sehe der Insel immer noch mit gemischten Gefühlen entgegen, war hier doch unser Landfall nach der Überfahrt.
Die Überfahrt dauert ca. 8-10 Stunden und ich hoffe, dass wir nicht allzu spät ankern, denn freitags gibt es in Rodney Bay ein sehr ausgelassenes Straßenfest mit Barbecue und lokalem Rumpunch.

Diesmal sind Wildest Dreams zurückgeblieben, da sie max. 60 Grad am Wind fahren können. Durch unsere angerissene Wante fahren wir sowieso mit Unterstützung vom Motor und schaffen deshalb 30 Grad. Mal sehen, ich bin gleich sowieso außer Reichweite, hoffe nur, dass hinter der Landabdeckung nicht die großen Wellen in zu kleinem Abstand auf den Bug einfallen.

Wieder auf dem Weg

Aus diesem Grund beschäftigen wir uns seit ein paar Tagen wieder mehr mit dem Wetter (wir verfolgen ebenso das Wetter daheim und hoffen, alle sitzen bei Sturm gemütlich mit einem Glas Wein auf dem Sofa). Da wir nordwärts fahren sind Welle, Wind und die Antillenströmung nicht unbedingt unterstützend. Deshalb wollen wir mit kurzen Schlägen erst mal wieder nach Martinique. Ein kurzer Zwischenstopp auf Canouan bringt uns wieder frisches Wasser und Gemüse.

Canuan
Wasserschiff, 1EC/Gallon

Beim Einkaufen erzählt mir der einheimische Farmer, dass ihre Regierung es nicht wünscht, dass sie eigenen Käse produzieren und es deshalb nur üblen überteuerten Presscheddar aus NEUSEELAND gibt und keinen leckeren Ziegenkäse von heimischen Tieren. Nach ein paar Kochversuchen genießen wir jetzt immer wieder Kochbananen und Yamwurzel. Alles Frische kommt von St.Vincent, heimisch ist auch eine leckere Pfeffersauce ‚Bopsy‘, Butter aus UK, Hühnerbrust aus USA, Dosenfutter aus aller Welt …


Auf dem Weg nach Bequia hören wir auf einmal ein helles ‚Pling‘. Drähte der Diagonalwante sind gerissen. Wir holen das Groß komplett ein und fahren mit 3/4 Genua und Motor nach Bequia. Nachdem ein Rigger die Wante abgenommen hat, sieht es ganz so aus als würden wir hier keinen adäquaten Ersatz bekommen. Daraufhin durchforstet ‚Wildest Dreams‘ sein Ersatzteillager, doch leider passt die gefundene Wante nicht. Verschiedene Telefonate lassen uns auf passenden Ersatz in Martinique hoffen. Also erst mal weiter nach St. Vincent. Mittlerweile kennen sich unsere Familien ziemlich gut, sodass Enno heute bei ‚Wildest Dreams‘ mit fährt und wir viele gemeinsame Stunden verbringen.

Ihr lieben Geburtstagskinder!
Leider ist es uns meistens nicht möglich auf Geburtstage von euch adäquat zu reagieren, wenn wir sie nicht sowieso wieder vergessen haben sollten… (ihr kennt uns ja 😉 An dieser Stelle also einen dicken Geburtstagskuss an Stephan, Kira, Mayra, Olli, Fred, Martin, Burkhard und Heidrun.

MAYREAU, GRENADINEN

Wir liegen nun vor der Westküste von Mayreau in Saline Bay. Ein kleines Dorf am Hang mit einem traumhaften Strand. (bislang beste Verhältnisse für Yoga).

und links

Der Wind pfeift gerade mit über 25 Knoten und in den Böen noch mal 10 Kn mehr über uns hinweg und soll in den kommenden Tagen noch auffrischen. Das verursacht nachts am Anker schauerliche Geräusche, sodass ich heute morgen etwas verkatert bin.
Wir werden hier ein paar Tage ‚abwettern‘, schade nur, dass mein momentanes Angebot an Lesestoff gerade etwas dürftig ist. Nur noch ungelesen Sachbücher über Seemannschaft, Seewetter, Storm tactics usw. Bleibt mir noch Lennis phantastische Lektüre.
Wir vertreiben uns ansonsten die Zeit mit spielen, Wäsche waschen, Hängematte ausliegen, Haare schneiden, Volleyball spielen und natürlich essen…

Ennos Video kann ich noch durch farbenfrohe Standbilder ergänzen.

Und ja, Mayreau ist nicht mehr ganz so ärmlich wie Union Island. Vielleicht, weil hier in der Saison große Luxusliner ihre Touristen ausschütten.

PS: high five an Lina.

Ein weiterer entspannter Urlaubstag

Wir liegen noch immer hinter Fregate Island, einer kleinen Insel, die er größeren Insel Union Island vorgelagert ist und die eine herrlich ruhige Bucht bildet. Die Kitesurfer lieben es, da die meisten Teile der Insel flach genug sind, um den Wind durchzulassen, nicht aber die Welle. Dadurch liegen wir also in einer ruhigen Bucht mit türkisfarbendem Wasser, auf dem Kiter aller Könnenstufen für Unterhaltung sorgen.

Landzunge als Wellenbrecher

Caro und ich haben ein neues Fleckchen für unsere morgendliche Yoga-Session gefunden und nach einem späten Frühstück bin ich tatsächlich in der Hängematte gelandet! Ich glaube das letzte Mal habe ich in Trogir darin gelegen… . Das ist bestimmt übertrieben aber ein so entspanntes Urlaubsgefühl wie im Moment hatten wir selten. Mittags kamen Lara und Max vom Katamaran Rivendell vorbei, da die Eltern nach Clifton mussten, um den versehentlich beschädigten Kühlschrank zu reparieren. Das Reparieren zieht sich übrigens bei allen Booten durch, alle sind immer dabei irgendetwas zu besorgen, zu reparieren oder reparieren zu lassen. Anyway, wir reparieren gerade nichts und machen uns stattdessen auf, mit den vier Kindern den Strand etwas zu säubern. Mit Mülltüten bewaffnet ziehen wir los und innerhalb weniger Minuten haben wir diese mit allerlei Plastikmüll gefüllt. Wir bringen sie in eine schon gut gefüllte Mülltonne im Ort Ashton und fühlen uns gut. Wir haben tatsächlich einmal etwas Gutes getan!

Zur Belohnung fährt die Kinderschar fleißig Wakeboard und verballert dabei ordentlich 2-takt-Gemisch. Das kann man hier an der Tankstelle direkt zapfen, wie früher im Osten! Auf jeden Fall haben sie viel Spaß und Enno und Lara gelingt es tatsächlich, mit einem Wasserstart auf das Kite-Board von Anja, Laras Mama, zu kommen. Wir brettern dabei mit ca 30km/h über das Wasser und unser 9,8 PS Motor gibt wirklich alles. Abends dann Spiele der Kinder auf der Leonardo während sich die Eltern auf Rivendell treffen, um das Remake von Starsky & Hutch auf deren Bordfernseher zu schauen. Ein echter Urlaubstag!

Heute habe ich mich auch zum ersten Mal ans Wakeboarden herangetraut und erstaunt festgestellt, dass es doch nicht so schwer ist, wie ich immer dachte.
Nachmittags sind dann die Kinder vom Nachbarboot rübergekommen und wir haben den Tag damit verbracht, jedem genug Wakeboardversuche zu geben.
Ich bin dabei abwechselnd Wakeboard oder Dinghi gefahren, da Papa und ich die einzigen Dinghifahrer waren.
Am Abend haben uns die Nachbarn noch auf einen großen Berg Pfannkuchen eingeladen und wir haben uns gut die Zeit vertrieben.
Am Ende ist leider noch der Kühlschrank von denen kaputt gegangen und im Gegensatz zu uns haben sie keinen Ersatzkühlschrank.
Alles in allem war es trotzdem ein schöner Tag für mich und ich werde auf jeden Fall das Wakeboarden weiterverfolgen.