Great Bird Islands und die Tage danach

Nachdem unsere Lager wieder aufgefüllt sind, segeln wir im Uhrzeigersinn weiter nach Northsound. Der Hafen liegt im Norden von Antigua und könnte einen Stellplatz für die Leonardo haben.

Schatten wird unbedingt geteilt

Wir legen kurz an, um Wasser zu tanken und segeln weiter nach Great Bird Island. Eine Ansammlung von kleinen unbewohnten Inseln, die schön zum Schnorcheln und Kiten sind.
Doch heute wird einem das Baden durch große Algenfelder verleidet. Ich habe von großen Braunalgenfeldern gelesen, die sich in warmen Jahren von der Karibik bis an die afrikanische Küste erstrecken.

nich so lecka


Das Kiten bringt viel Freude und Verdruss. Ich bin dabei Außenstehende, auch wenn ich mich mal im Bodydragging versucht habe und willkommene Unterstützung beim Reparieren bin. Aber wenn Martin und Enno vom Kiten zurückkommen ist mindestens der restliche Tag und auch der folgende dem Reparieren der bunten Flieger gewidmet. Die Stimmung ist dann gedrückt und das Boot verwandelt sich in eine Werkstatt.
Und dann wieder – wenn ich Enno über das Wasser ‚fliegen‘ sehe, finde ich es großartig und jubele ihm zu.

Heute winken wir Alissa hinterher, einem norwegischen Boot, genauer gesagt Lisbeth und Andreas. Sie brechen in Richtung Grenada auf, um sich vor den Hurricanes zu verstecken. Für sie geht die ‚große Reise‘ noch einige Jahre weiter. Mit Gitarre und feucht fröhlichem Gesang nahmen wir abends Abschied.

Lisbeth und Andreas

Mittlerweile ist der Zeiger weiter vorgerückt und wir befinden uns wieder in Green Island. Es ist unser Lieblingsankerplatz. Hier gibt es die besten Bedingungen zum Kiten und auch die schönsten Yogaplätze.

friedlich und entspannt

Auf einem letzten Spaziergang muss ich immer wieder schlucken und ich erinnere mich an die großartigen Momente, die wir hier verlebt haben.


Wir nehmen am letzten Abend noch einen der unzähligen Sundowner …


Tagsüber haben Lenni und ich schon mal die Außenwände gesäubert und poliert. Jedes Workout ist dagegen ein Kinderspiel. Und wir sind sehr zufrieden mit den Sonne und Wasser spiegelnden Oberflächen.

Tja, und jetzt sind wir in English Harbour, liegen mitten im Weltkulturerbe, der Hafenanlage von Lord Nelson. Die letzten Tage widmen wir Praktischem: Kites verkaufen, Bücher verschenken, entrümpeln – und dann deep cleaning … Im Anschluss gönnen wir uns ein Lunch auf der anderen Seite in Falmouth. Es ist ganz gut die letzten Tage noch beschäftigt zu sein

Gerade im Moment ist ein Makler mit einer Kundin an Bord. Das ist schon aufregend. Es würde vieles vereinfachen, wenn wir die Leonardo vorher an die Frau bringen könnten.

Wenn diese nicht weiter interessiert ist, werden wir die Leonardo nach Northsound bringen und über die Hurricanesaison auf Land stellen. Der Rückflug wird ein Marathon, aber davon später.

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